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Oktoberfest (1)

Samstag, 19.09.09

7 Uhr: Ich werde wach, zufällig, nicht geplant. Wegen Max, der hämmert nämlich bereits geraume Zeit an die Tür.

Richtig, wir wollten ja auf die Wies'n... aufgestanden, angezogen, losgefahren.

9 Uhr: Wir sind im Festzelt angekommen, dem vom Hofbräuhaus. Ziemlich voll, ziemlich laut, mittelgute Luft, aber wir sind drin. Wann gibts Bier? ah, sicher ab 10 Uhr...

10:05 Uhr: Wir sind noch immer im Festzelt, dem vom Hofbräuhaus.Ziemlich voll, ziemlich laut, mittelgute Luft, aber wir sind drin. Gibt wohl doch noch kein Bier, bestimmt erst ab 11 Uhr...

11 Uhr: Wir sind nicht mehr im Festzelt, sondern im Biergarten davor, dem vom Hofbräuhaus. Noch nicht so voll, nicht so laut, gute Luft, und wir sind drin. Noch immer kein Bier... wäre auch zu schön gewesen.

12:15 Uhr: Wir sitzen noch immer im Biergarten, sitzen bereits über eine Stunde zwischen fremden Leuten, haben mit niemandem geredet. Da kommt das erste Bier.

12:30 Uhr: Wir sitzen noch immer im Biergarten, haben der/die/das erste Maß ausgetrunken und kennen mittlerweile sämtliche Menschen um uns herum beim Vornamen. Da kommt das zweite Bier

13 Uhr: Wir stehen im Biergarten auf der Bank, haben der/die/das zweite Maß ausgetrunken und kennen mittlerweile auch die Menschen auf der anderen Seite der Trennwand beim Vornamen. Da kommt das dritte Bier. Positiv, der Holländer neben uns läd uns ein.

14 Uhr: Ich muss pinkeln, finde allerdings kein Klo auf dem Gelände und gehe außerhalb. War ganz nett, aber jemand hat das komplette Waschbecken + Wasserkran vollgekotzt, Hände waschen fällt aus. Dummerweise will der Türsteher mich nicht mehr rein lassen, nachdem ich ihm lang und breit erklärt habe, dass ich bereits seit Stunden dort sitze und meine Klamotten noch da liegen gibt er nach. Da kommt das nächste Bier. Erneut positiv, der andere Holländer läd uns ein.

15 Uhr: Ich muss wieder pinkeln, finde allerdings noch immer kein Klo auf dem Gelände und gehe außerhalb. Waschbecken ist noch immer nicht sauber, Hände waschen fällt erneut aus. Diesmal treffe ich dummerweise nicht mal mehr auf den Türsteher, weil sich bereits eine Schlange gebildet hat. Ich komme nicht mehr rein und beschließe nach einiger Zeit nach hause zu gehn. Meine Jacke, Max und all unsere neuen Kumpels sitzen noch am Tisch.

Irgendwann kurzes Telefonat mit Max, er weigert sich zur U1 zu kommen, redet was davon, dass die da gar nicht fährt, völliger Quatsch... ich steige doch gerade ein. Oh, ist die U4, naja egal, fährt auch zum Hbf.

Am Hauptbahnhof muss ich in die S8 Richtung Geltendorf, bin mir auch sicher die richtige genommen zu haben, schlafe allerdings ein und wache gegen 18 Uhr am Flughafen, der Endstelle der anderen Richtung, auf. Beschließe auszusteigen und was zu essen, verirre mich aber hoffnungslos in diesem riesigen Gebäude. Ein Burger King rettet mich, ich esse, frage mich wo ich meine Jacke gelassen habe und beschließe am Flughafen nach ihr zu suchen.

Ich telefoniere und beschließe fast von selbst die Suche aufzugeben und in die nächste S-Bahn zu steigen.

Nach einigen Stationen steigen zwei Assis ein, laut, pöbelnd, in Lederhosen... bayrische Assis. Die S-Bahn hat geschätzte 5000 Sitzplätze, wo setzen sich die beiden einzigen Assis im ganzen Zug hin? Klar, zu mir...

Wir plaudern ein wenig, sie erzählen von ihren Bewährungsstrafen und dass sie eben Festgenommen wurden, ich entwickele Zuneigung.

Ich frage mich schon geraume Zeit warum die 4 DB-Sicherheitstypen sich die ganze Zeit in unserer Nähe aufhalten, einer der Assis hat ähnliche Gedanken und beschließt einen der Männer anzupöbeln, fliegt daraufhin fast aus dem Zug. Ich beschwichtige die Sicherheitskraft, schließlich müssen wir drei zum gleichen Bahnhof und ich hab keine Lust nochmal einzuschlafen, unterhalte mich da lieber nett mit den Assis, macht mir Spaß.

Am Bahnhof ausgestiegen rauchen wir eine, plaudern noch ne Weile, ich habe keine Lust mehr auf Bus fahren, auf laufen noch weniger, beschließe meine letzten 10 Euro in ein Taxi zu investieren, verabschiede mich und steige ein.

etwa 22 Uhr: Zuhause angekommen klopfe ich bei Max, keiner da... ich trinke nochn Bier und telefoniere, klopfe noch zwei weitere Male, bis ich irgendwann ein murren vernehme, was mir verrät, dass er da ist, aber nicht in der Lage zu reden, schade. Ich gehe ins Bett.


Sonntag, 20.09.09, undefinierbare Uhrzeit:
Ich werde wach, zufällig, nicht geplant. Wegen Max, der bereits in der Tür steht. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus, vervollständigen Erinnerungen, lachen, trinken Wasser, viel Wasser.

Es stellt sich heraus, obwohl ich sehr viel früher die Wies'n verließ, schafften wir es dank meiner Ehrenrunde zum Flughafen letzlich in der gleichen S-Bahn zu sitzen, allerdings verpassten wir uns am Bahnhof und Max lief nach Haus, ärgerlich.

Wir beschließen nochmal zusammen hin zu fahren, irgendwann, nicht heute, dazu ein andernmal mehr. Genug für heute, tüdelü
27.10.09 13:51
 


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