Interessantes und krankes

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* Themen
     Spanien '07
     Spanien '06
     Allgemeines
     Zitate

* mehr
     Termine

* Links
     SMSvonGesternNacht
     Sündenrechner
     Samenbank Flavour
     Mini Playback Show
     Jump in my Car
     German-Bash.org
     Fussballsprüche
     Arschloch!
     Bauernregeln
     BÄM!
     Volker Racho
     Chuck Norris!
     Grillonen






Mal wieder bissl ankurbeln den Kram hier...

So, hallo Freunde, Fans, Fachleute und sonstige! Der Papa war weg, sehr lange weg, aber jetzt ist er wieder da. Der Papa hat nämlich Urlaub, zwar nur noch eine Woche, aber immerhin.

In diesem Urlaub war der Papa auch schon die letzten zwei Wochen, aber nicht in Gelsenkirchen, mit Internetverbindung, sondern in der dominikanischen Republik, ohne Internetverbindung.

Das erzählt der Papa nicht um sich raus zu Reden, oder als Entschuldigung, sondern einfach nur, damit ihr wißt wo der Papa die letzten zwei Wochen war und ihr ihn anständig hassen könnt.

Der Papa hat aber auch vorher lange nichts mehr geschrieben. Das lag daran, dass er kein Internet mehr hat, da wo er wohnt. Im bergigen Nordösterreich. Das erzählt der Papa nun tatsächlich einfach nur um sich raus zu reden, als Entschuldigung.

Der Papa hat aber allerhand erlebt in letzter Zeit, soviel, dass er ein halbes Buch schreiben könnte, wenn da nicht dieses eine Ereignis gewesen wäre, was einfach alle anderen Erinnerungen verdrängt, bzw. tatsächlich gelöscht hat: das Oktoberfest.

Da war der Papa nämlich dieses Jahr mehrfach, quasi mit dem noblen Gedanken die deutsche Wirtschaft durch Eigeniniative ordentlich anzukurbeln. Der Papa war sogar so oft dort, dass er heute nur über einen einzigen Besuch berichten möchte, sinnvollerweise den ersten, am Eröffnungstag.

Dazu, und weil es ihm langsam aufn Sack geht, wechselt der Papa nun wieder in die 1. Person und erstellt nen neuen Eintrag. Zack!
27.10.09 13:48


Werbung


Oktoberfest (1)

Samstag, 19.09.09

7 Uhr: Ich werde wach, zufällig, nicht geplant. Wegen Max, der hämmert nämlich bereits geraume Zeit an die Tür.

Richtig, wir wollten ja auf die Wies'n... aufgestanden, angezogen, losgefahren.

9 Uhr: Wir sind im Festzelt angekommen, dem vom Hofbräuhaus. Ziemlich voll, ziemlich laut, mittelgute Luft, aber wir sind drin. Wann gibts Bier? ah, sicher ab 10 Uhr...

10:05 Uhr: Wir sind noch immer im Festzelt, dem vom Hofbräuhaus.Ziemlich voll, ziemlich laut, mittelgute Luft, aber wir sind drin. Gibt wohl doch noch kein Bier, bestimmt erst ab 11 Uhr...

11 Uhr: Wir sind nicht mehr im Festzelt, sondern im Biergarten davor, dem vom Hofbräuhaus. Noch nicht so voll, nicht so laut, gute Luft, und wir sind drin. Noch immer kein Bier... wäre auch zu schön gewesen.

12:15 Uhr: Wir sitzen noch immer im Biergarten, sitzen bereits über eine Stunde zwischen fremden Leuten, haben mit niemandem geredet. Da kommt das erste Bier.

12:30 Uhr: Wir sitzen noch immer im Biergarten, haben der/die/das erste Maß ausgetrunken und kennen mittlerweile sämtliche Menschen um uns herum beim Vornamen. Da kommt das zweite Bier

13 Uhr: Wir stehen im Biergarten auf der Bank, haben der/die/das zweite Maß ausgetrunken und kennen mittlerweile auch die Menschen auf der anderen Seite der Trennwand beim Vornamen. Da kommt das dritte Bier. Positiv, der Holländer neben uns läd uns ein.

14 Uhr: Ich muss pinkeln, finde allerdings kein Klo auf dem Gelände und gehe außerhalb. War ganz nett, aber jemand hat das komplette Waschbecken + Wasserkran vollgekotzt, Hände waschen fällt aus. Dummerweise will der Türsteher mich nicht mehr rein lassen, nachdem ich ihm lang und breit erklärt habe, dass ich bereits seit Stunden dort sitze und meine Klamotten noch da liegen gibt er nach. Da kommt das nächste Bier. Erneut positiv, der andere Holländer läd uns ein.

15 Uhr: Ich muss wieder pinkeln, finde allerdings noch immer kein Klo auf dem Gelände und gehe außerhalb. Waschbecken ist noch immer nicht sauber, Hände waschen fällt erneut aus. Diesmal treffe ich dummerweise nicht mal mehr auf den Türsteher, weil sich bereits eine Schlange gebildet hat. Ich komme nicht mehr rein und beschließe nach einiger Zeit nach hause zu gehn. Meine Jacke, Max und all unsere neuen Kumpels sitzen noch am Tisch.

Irgendwann kurzes Telefonat mit Max, er weigert sich zur U1 zu kommen, redet was davon, dass die da gar nicht fährt, völliger Quatsch... ich steige doch gerade ein. Oh, ist die U4, naja egal, fährt auch zum Hbf.

Am Hauptbahnhof muss ich in die S8 Richtung Geltendorf, bin mir auch sicher die richtige genommen zu haben, schlafe allerdings ein und wache gegen 18 Uhr am Flughafen, der Endstelle der anderen Richtung, auf. Beschließe auszusteigen und was zu essen, verirre mich aber hoffnungslos in diesem riesigen Gebäude. Ein Burger King rettet mich, ich esse, frage mich wo ich meine Jacke gelassen habe und beschließe am Flughafen nach ihr zu suchen.

Ich telefoniere und beschließe fast von selbst die Suche aufzugeben und in die nächste S-Bahn zu steigen.

Nach einigen Stationen steigen zwei Assis ein, laut, pöbelnd, in Lederhosen... bayrische Assis. Die S-Bahn hat geschätzte 5000 Sitzplätze, wo setzen sich die beiden einzigen Assis im ganzen Zug hin? Klar, zu mir...

Wir plaudern ein wenig, sie erzählen von ihren Bewährungsstrafen und dass sie eben Festgenommen wurden, ich entwickele Zuneigung.

Ich frage mich schon geraume Zeit warum die 4 DB-Sicherheitstypen sich die ganze Zeit in unserer Nähe aufhalten, einer der Assis hat ähnliche Gedanken und beschließt einen der Männer anzupöbeln, fliegt daraufhin fast aus dem Zug. Ich beschwichtige die Sicherheitskraft, schließlich müssen wir drei zum gleichen Bahnhof und ich hab keine Lust nochmal einzuschlafen, unterhalte mich da lieber nett mit den Assis, macht mir Spaß.

Am Bahnhof ausgestiegen rauchen wir eine, plaudern noch ne Weile, ich habe keine Lust mehr auf Bus fahren, auf laufen noch weniger, beschließe meine letzten 10 Euro in ein Taxi zu investieren, verabschiede mich und steige ein.

etwa 22 Uhr: Zuhause angekommen klopfe ich bei Max, keiner da... ich trinke nochn Bier und telefoniere, klopfe noch zwei weitere Male, bis ich irgendwann ein murren vernehme, was mir verrät, dass er da ist, aber nicht in der Lage zu reden, schade. Ich gehe ins Bett.


Sonntag, 20.09.09, undefinierbare Uhrzeit:
Ich werde wach, zufällig, nicht geplant. Wegen Max, der bereits in der Tür steht. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus, vervollständigen Erinnerungen, lachen, trinken Wasser, viel Wasser.

Es stellt sich heraus, obwohl ich sehr viel früher die Wies'n verließ, schafften wir es dank meiner Ehrenrunde zum Flughafen letzlich in der gleichen S-Bahn zu sitzen, allerdings verpassten wir uns am Bahnhof und Max lief nach Haus, ärgerlich.

Wir beschließen nochmal zusammen hin zu fahren, irgendwann, nicht heute, dazu ein andernmal mehr. Genug für heute, tüdelü
27.10.09 13:51


Oktoberfest Teil 2

Freitag, 25.09.09

Max und ich sitzen in seinem Auto und fahren nach IKEA, sollen dort einen Schrank für seine Freundin abholen. Bei IKEA angekommen stellen wir fest: kein Schrank da, dafür aber Hot Dogs. Fahren also gesättigt weiter nach Ingolstadt.

Packen seine Freundin und ihre Mitbewohnerin ein und fahren in ein Trachtengeschäft, mit der festen Überzeugung auf keinen Fall Geld für son Mist zu bezahlen.

30 Minuten später kommen wir wieder raus, über 200€ ärmer, aber dafür stolze Besitzer nagelneuer Lederhosen + Hemd + Socken + Schuhe -.-

Abends aufm Volksfest in Ingolstadt gewesen, morgens um 5 kommt dann irgendwer in das Zimmer wo ich geschlafen habe, um mir mitzuteilen, dass ich noch ne Stunde schlafen könne und wir nen Zug später nach München nehmen. Danke dafür nochmal...

In der Nacht sind noch zwei von Max Kumpels angekommen und wir fahren also erst um 6:30 mitm Zug nach München, sind auch um 9 Uhr im Hofbräuzelt, alles super.

Die nächsten 7 Stunden verlaufen eigentlich wie gewohnt, und ich bin schon recht froh gegen 16 Uhr das Zelt verlassen zu haben und freue mich auf mein Bett. Das sehen die drei anderen Jungs leider anders und zwingen mich mit sanfter Gewalt in den Zug nach Ingolstadt.

Mittelmässig angepisst steige ich in Ingolstadt aus

"Ey nein, lass bis Ingolstadt Nord fahren, dann können wir zur Wohnung laufen," hör ich Max noch rufen.

"Sicher, dass der Zug da hält?"

"Na klar, bin schon tausend Mal mit dem gefahren!"

Ich steige wieder ein und frage mich nach etwa 10 Minuten weiterer Fahrzeit, wie groß Ingolstadt wohl sein mag. Gerade kommt ein Schaffner vorbei, der das sicher wissen wird.

"Nee Jungs, an Ingolstadt Nord sind wa schon vorbei, da halten wir gar nicht. Nächster halt ist Nürnberg."

Toll, nun bin ich also nicht mehr gute 100 km von da entfernt, wo ich eigentlich sein will, sondern gleich geschmeidige 160 km... abtörn!

Mittelmässig stark angepisst steige ich in Nürnberg aus und beschließe meine 2-3 Bekannten aus Franken anzurufen, ob mich einer von denen aufnimmt und tatsächlich, komme ich bei ner Freundin unter. Ich verabschiede mich also von den Entführern und mache mich auf den Weg zu nem kleinen Bahnhof in der Nähe, wo sie mich abholt.

Sie hat keine Lust ihre Abendplanung für mich umzustellen, also fahren wir zu dem Handballspiel ihrer alten Mannschaft.

Ich rieche nach Bier, Rauch, allgemeinem Festzeltranz und trage Lederhosen. Frage mich, wer sich mehr schämt.

Halte nichts von Frauenhandball und gehe zur Cafeteria, unterhalte mich dort ne gute Stunde mit den beiden Verkäuferinnen und kurbel die Gerüchteküche an, sie und ich hätten was miteinander. Erzähle ihr das auf der Rückfahrt unter lautem lachen, sie lacht nicht und droht mich ab Bahnhof rauszulassen.

Wir fahren zu ihrer Nachbarin. Ihr kleiner Bruder könne mir Klamotten leihen, damit ich mit in die Disco kann. Ich verzichte dankend und entscheide mich lieber für einen ruhigen Abend mit Tiefkühlpizza und fernsehen bei ihr Zuhaus.

Ihre Abendplanung ist allerdings in Stein gemeißelt. Sitze also wenig später mit ner Tiefkühlpizza und ihren beiden kleinen Schwestern vorm Fernseher. Die beiden wirken leicht verstört, ich stelle mich vor und erzähle meine Geschichte. Nun halten die beiden mich offensichtlich für gestört. Nicht ganz zu unrecht.

Ich gehe duschen und lege mich danach hin.

Morgens um 6 geht das Licht an, ich reagiere leicht gereizt, bis ich sehe, dass Madame nur ein Handtuch trägt. Tausend Dinge schießen mir durch den Kopf. Ich entscheide, das geträumt zu haben und schlafe weiter. Ich Schwachkopf!

Morgens um 10 bringt sie mich zum Bahnhof. Ich zahle 30 €, steige in einen Zug und Simsala-Bim, 3 1/2 Stunden später bin ich auch schon daheim.

Ich stinke dank der alten Klamotten erneut nach Bier, Rauch, Festzeltranz und Lederhose, gehe duschen und beschließe Max anzurufen.

Er ist mit seinen Kumpels bereits auf dem Weg nach Münster, verspricht mir aber, meine restlichen Klamotten am nächsten Wochenende aus Ingolstadt mitzubringen.

Eine Woche später habe ich noch immer keine Schuhe, keine Hose und keinen Rucksack... vergesslichkeit ist echt ne Tugend.
29.10.09 14:54





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung